KAB zum Tag der Arbeit

Datum:
Fr. 17. Apr. 2026

Der Mai-Aufruf der KAB

1. Mai-Aufruf der KAB 2026 (c) KAB

Wir erleben einen Angriff auf die hart erkämpften Rechte der Arbeitnehmer:innen. Der Sozialstaat soll geschleift, die soziale Sicherheit eingeschränkt und Löhne gesenkt werden.

Der 8-Stunden-Tag wird frontal durch die Arbeitgeber angegriffen. Das Recht auf Teilzeit soll abgeschafft werden. Der Sonntag langfristig zu einem normalen Arbeitstag degradiert werden.

Dazu sagen wir in aller Deutlichkeit: NEIN! Der Schutz der Arbeitszeit ist eine hart erkämpfte Errungenschaft, die wir mit allen Mitteln verteidigen werden!

Die Krisen können nicht dadurch überwunden werden, dass die Lasten einseitig den Arbeitnehmer:innen und den sozial Benachteiligten in unserer Gesellschaft aufgebürdet werden, während die Arbeitgeber daraus ihren Profit schlagen und mit Unterstützung der Bundesregierung erreichte Standards aufgeben wollen. Dies beschädigt grundlegend die Demokratie!

Dazu sagen wir in aller Deutlichkeit: NEIN!

Der Angriff auf die Arbeitszeit ist ein Angriff auf die Lebenszeit! Er ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die Familie und Beruf jetzt schon unter prekären Bedingungen miteinander vereinbaren müssen. Wenn Arbeitstage im Zuge der Umstellung auf eine tägliche Maximalarbeitszeit von 12 und mehr Stunden normal werden, führt dies zu Überlastungen, einem erhöhten Unfallrisiko, Fremdbestimmung und zum Verlust gemeinsamer Zeit. Die von der Regierung angekündigte sogenannte „Reform des Arbeitszeitgesetzes“ kommt in Wahrheit dessen Abschaffung gleich. Von nun an entscheidet die Arbeitgeberseite nach Bedarf über die tägliche Höchstarbeitszeit.

Die von der Regierungskoalition vorgetragene Begründung, „im Sinne der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ zu handeln, ist eine Farce und eine Täuschung von Menschen, die unter der Mehrfachbelastung von Job und Sorgearbeit leiden! In Wahrheit verlieren die Arbeitnehmer:innen das Recht auf die souveräne Mitgestaltung ihrer Arbeitszeit. Die Realität individueller Lebensgestaltungsmöglichkeiten gehört zu den Grundlagen unserer freiheitlichen Gesellschaft. Deren Beschädigung nimmt die Bundesregierung billigend in Kauf! Mehr Arbeitszeit bedeutet vor allem aber auch weniger Zeit für zivilgesellschaftliches und politisches Engagement. Auch dies gefährdet unsere Demokratie!

Dazu sagen wir in aller Deutlichkeit: NEIN!

Wir rufen alle Frauen und Männer der KAB auf, sich am 01. Mai an den Kundgebungen der Gewerkschaften zu beteiligen!

Uns gehört die Zeit – Zeitgerechtigkeit statt Demokratiegefährdung!

Unter dem Motto Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ rufen die Gewerkschaften in diesem Jahr zum „Tag der Arbeit“ auf.

Gerne laden wir euch herzlich dazu ein, sich bei den verschiedenen Kundgebungen und Aktionen zu beteiligen und unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen. 

Kundgebung in Aachen

1. Mai Aachen (c) DGB

Sei dabei!

Der Demonstrationszug startet wie gewohnt um 12 Uhr vor dem Aachener Gewerkschaftshaus. Das Ziel in diesem Jahr ist erstmals der ‚Platz der Demokratie‘ (Am Büchel).

Ab 13 Uhr startet dort das Kundgebungsprogramm mit dem Mai-Redner Frank Bethke (Stellvertretender Landesvorsitzender Ver.di NRW). Im Anschluss daran eröffnet die Gewerkschaftsjugend ein Open-Air-Konzert mit 3 Bands aus Aachen.
Über 30 Organisationen bieten die gewohnte Mischung aus Infotainment & Kulinarik an. Ein Kinderprogramm ist selbstverständlich auch dabei.

Unter anderem führt die KAB an ihrem Stand eine Umfrage zu „Lifestyle, Teil- und Vollzeit“ durch und veranschaulicht laufend ein Stimmungsbild der abgegebenen Ansichten.

Familienfest in Düren

1. Mai Düren (c) DGB

Sei dabei!

In Düren laden die Gewerkschaften ab 12 Uhr zum Familienfest auf den Ahrweilerplatz ein. Der DGB Kreisverband Düren bietet ein buntes und vielfältiges Programm auf und vor der Bühne. Die Mai-Rede hält die (neue) 1. Bevollmächtigte der IG Metall Düren-Stolberg, Katharina Stolze.

Zum abwechslungsreichen Bühnenprogramm gehören außerdem auch Poetry-Slam, Live-Musik und eine Tanz-Show. Zahlreiche Stände und ein Kinderprogramm komplettieren das Angebot auf dem Platz von 12 bis 15 Uhr.

Kundgebung in Hückelhoven (Kreis Heinsberg)

1. Mai Hückelhoven (Kreis Heinsberg) (c) DGB

Sei dabei!

Für den Kreis Heinsberg findet die Mai-Veranstaltung im Schacht 3 in Hückelhoven statt. Hier beginnt die Kundgebung samt Familienfest um 11 Uhr. Zentrales Thema auf dieser Veranstaltung ist „Bezahlbarer Wohnraum“. Dazu spricht unter anderem Franz Xaver Corneth, Vorsitzender des Mietervereins Köln.

Eine Wohnraum-Studie für den Kreis Heinsberg ist auch Thema einer Podiumsdiskussion, an der u. a. die Landtagsabgeordnete Andrea Reh teilnimmt. Für die musikalische Unterhaltung sorgt die Blueband.

Die Kundgebungen in Krefeld

1. Mai Krefeld (c) DGB

Sei dabei!

Der „Tag der Arbeit“ beginnt um 11:00 Uhr mit einem Demozug ab der Fabrik Heeder. Über den Ostwall geht es zum Theaterplatz, wo es eine Zwischenkundgebung gibt.
Der Demozug zieht dann wieder über den Ostwall zurück zum Platz der Wiedervereinigung.
Ab 12:00 Uhr findet dort die Kundgebung mit Live-Musik und Informationsständen statt.

Unter anderem sammelt die KAB an ihrem Stand Unterschriften für das Mönchengladbacher Manifest zur Herstellung von Steuergerechtigkeit in Deutschland.

Hauptredner:innen: Zanda Grundberg (DGB-Vorsitende Krefeld), Framk Meyer (Oberbürgermeister Krefeld)

Kundgebung in M.gladbach

1. Mai Mönchengladbach (c) DGB

Sei dabei!

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Maiveranstaltung in Mönchengladbach treffen sich um 12:00 Uhr am DGB-Haus Mönchengladbach, Rheydter Straße 328, zur Demonstration. Die Kundgebung beginnt um 12:30 Uhr auf dem Rheydter Markt.

Grußwort: Felix Heinrichs, Oberbürgermeister Mönchengladbach

Mairede: Mohamed Boudih

Internationales Familienfest mit Kinderprogramm, Live-Musik, internationalen Speisen, Getränken zu günstigen Preisen und Infoständen

Unter anderem sammelt die KAB an ihrem Stand Unterschriften für das Mönchengladbacher Manifest zur Herstellung von Steuergerechtigkeit in Deutschland.