31.08.19: Die Rott-Wallfahrt der KAB Aachen

Schon seit 66 Jahren: Unser Gebet für Frieden und Gerechtigkeit

IMG_4465 (c) KAB
Do 5. Sep 2019

In Gottes Hand geborgen
"Ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende der Welt"

– unter dem Motto der Quirinusoktav in Roetgen-Rott stand die diesjährige Friedenswallfahrt des KAB-Diözesanverbandes!

Am letzten heißen Tag im Sommer machten sich über 50 Aktive der KAB auf den Weg zum Friedenskreuz von Rott!

Einige wenige der vielen Kreuze von Menschen heute wurden beim Friedensgang zum Kreuz von Rott thematisiert:
• Der freie Sonntag, der immer mehr wirtschaftlichen Interessen geopfert wird.
• Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, vor allem in den Großstädten und für sozial benachteiligte Bürger.
• Die Tendenz, Obdachlose und Arme aus dem öffentlichen Raum zu verbannen.
• Die Überlastung der Pflege-Kräfte und deren schlechte Bezahlung, obwohl sie täglich mit Menschen, dem Wertvollsten überhaupt, arbeiten.
• Das Millionenheer von „Crowdworkern“, digitale Jobsucher, als die neue prekäre Arbeiter*innenklasse im weltweiten Netz.
Dutzende andere Beispiele hätten noch angeführt werden können.
Unrecht und Not schreien nach wie vor zum Himmel!

Diözesanpräses Ralf Linnartz betonte in seiner Predigt während der Messfeier:
Um nicht an dieser Welt irre zu werden, brauchen für Gerechtigkeit und Frieden agierende Aktivisten andere Menschen, die mitgehen, die Nähe und Vertrauen schenken.
Und: Aktive, sozial engagierte Christen brauchen ein tiefes Vertrauen in Gott, der uns verspricht: „Ich bin da! Ich bin immer bei Euch!“ –

Es wird zunehmend deutlich: Für uns Christen werden die Zeiten bei uns schwieriger und härter. Wir werden weniger!
Christsein hat in unserer Gesellschaft keine Konjunktur!
Ebenso wird von Vielen unser Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit doch eher mild, abschätzig belächelt.

Dennoch:
Wir dürfen uns in Gott geborgen fühlen!
Wir alle leben unter dem positiven Vorzeichen- (dem „Plus“) der Liebe Gottes“.
Das darf uns Vertrauen geben und Mut machen – trotz aller Niederlagen, aller Schwierigkeiten und schlimmer Lagen – uns nach unseren Kräften einzusetzen!
Nichts ist da vergebens!
Alles zählt!

Bei Getränken, Erbsensuppe und Pflaumenkuchen konnten sich die KAB-Pilger anschließend im Jugendhaus von Rott stärken.