6. Entwicklungskonferenz – Räume für nachhaltige Entwicklungen im Rheinischen Revier

Seit den neunziger Jahren begleiten die beiden Kirchen mit dem wiederkehrenden Format einer Entwicklungskonferenz den Strukturwandel im Rheinischen Revier.

Braunkohletagebau (c) Andris Gulbins
Braunkohletagebau
Datum:
Freitag, 30. August 2024 13:00 - 16:30
Ort:
Evangelischen Martin-Luther-Gemeindehaus
Mühlenstraße 4-8
Erkelenz

Miteinander statt übereinander reden, um die Kräfte auf eine gemeinsam getragene Zukunft des Rheinischen Reviers zu konzentrieren. Das ist auch der Ansatz der 6. Entwicklungskonferenz.

Hierzu laden die Kirchenkreise Jülich und Gladbach-Neuss, gemeinsam mit einem großen Bündnis aus kirchlichen Organisationen, den Gewerkschaften und Umweltverbänden, ein.

Im Fokus der diesjährigen Entwicklungskonferenz stehen die Fragen, wie das Rheinische Revier als vielfältiger Zukunftsraum gemeinsam gestaltet werden kann und wie die Anforderungen an eine nachhaltige Entwicklung konkret umgesetzt werden können. Insbesondere die sich abzeichnenden Flächenkonkurrenzen erfordern dabei einen dauerhaft tragfähigen Konsens. Dazu will die Konferenz einen Beitrag leisten.

Ausgangspunkt der Konferenz sind nicht zuletzt die Festlegungen in der letzten Braunkohlen-Leitentscheidung. Darin wird der Anspruch formuliert, neue Räume für nachhaltige Entwicklungen zu schaffen. Eine flächensparende Siedlungsentwicklung, attraktive Wirtschaftsflächen, ein Ökosystemverbund, sowie eine zukunftsfähige, klimaresiliente Landwirtschaft sollen dafür einen Beitrag leisten. Auch der Reviervertrag 2.0 zwischen der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, sowie dem Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung der Zukunftsagentur Rheinisches Revier bekräftigt die Bedeutung von Arbeitsplätzen, Wertschöpfung und Raumqualität, sowie ökologischer Nachhaltigkeit und Klimaschutz als Rahmenbedingungen bei allen Maßnahmen der Strukturstärkung. Diese müssen danach im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen und deren Umsetzungsstrategien stehen.

Doch was heißt das konkret? Welche Anforderungen für die Raumentwicklung ergeben sich aus den UN-Nachhaltigkeitszielen zum Beispiel in Bezug auf die wirtschaftliche Ausrichtung der Region, für die Klimawandelanpassung, für Landökosysteme und die Landnutzung? Inwieweit entsprechen die bisherigen Entwicklungen diesen Zielsetzungen? Wie können die Konflikte um die Flächen gelöst werden? Wie können zukünftige Vorhaben tatsächlich Leuchtturm- und Modellcharakter für Nachhaltigkeit werden?

Diese Fragen wollen wir mit den Akteuren des Strukturwandels aus Wirtschaft, Landwirtschaft, Gewerkschaften, Naturschutzverbänden, RWE und den Kommunen diskutieren. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten zu identifizieren und in den weiteren Prozess des Strukturwandels einzubringen.

Zu dieser 6. Entwicklungskonferenz ist Staatssekretärin Silke Krebs (Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW) angefragt, um aus Sicht der Landesregierung über die Herausforderungen und Pläne der Flächengestaltung im Rheinischen Revier zu referieren und im Laufe der Konferenz über die Ergebnisse aus drei Workshops in einer Podiumsdiskussion in den Dialog zu treten.

Anmeldungen bis zum 19. Juni 2024 oder organisatorische Fragen erfolgen an superintendentur.juelich@ekir.de

Hierzu laden wir ganz herzlich ein! Weitere Details folgen zu gegebener Zeit nach Ihrer Anmeldung.

Im Namen des Bündnisses:

Pfarrer Jens Sannig
Superintendent Kirchenkreis Jülich

Pfarrer Dietrich Denker
Superintendent Kirchenkreis Gladbach-Neuss

 

Einladung