Digitalisierung menschenwürdig gestalten

Podiumsdiskussion der KAB Wassenberg

(c) Gulbins
Sa 23. Nov 2019
Andris Gulbins

Sieben Experten aus Politik und Gesellschaft stellten sich den Fragen der Besucher*innen

Podiumsdiskussion (c) Gulbins
Podiumsdiskussion

Für Manfred Körber vom Nell-Breuning-Haus als Moderator ging es bei der Podiumsdiskussion um "die Gestaltung des Digitalisierungsprozesses". Der KAB-Gruppe Wassenberg war es gelungen, für dieses Gespräch am 22. November sieben Experten aus Politik und Gesellschaft zu gewinnen.

Schnell wurde deutlich, dass die Digitalisierung - so mehrere Podiumsvertreter - ein Querschnittsthema mit hoher gesellschaftlicher Relevanz (IT-Sicherheit, monopolistische Konzerne mit großer Macht, Daten als Geschäftsmodelle, politische Beeinflussung/Manipulation, abgehängte Menschen usw.) darstelle. Insbesondere die Bildung (in Schule und Beruf) wurde zum großen Thema im Verlauf der über zweistündigen Veranstaltung,

Podiumsdiskussion (c) Gulbins
Podiumsdiskussion

Aus Arbeitnehmersicht - bestärkt durch Beiträge und Kommentare der Besucher*innen - bedarf dieser Digitalisierungsprozess neuer Regeln in der Betriebsverfassung und gelte es, soziale Errungenschaften ins digitale Zeitalter zu übernehmen - auch wenn die Antworten nach dem "Wie" eher vage blieben. Es waren die Besucher*innen, die die Verlierer*innen der Digitalisierung rund um Arbeit 4.0 ins Spiel brachten.

Und welche Chancen die Politik - so mehrere Fragen aus dem Publikum - für die Arbeitnehmer*innen hat, angesichts einer sich ausweitenden Plattformökonomie regelnd einzugreifen, wurde eher mit dem Beispiel von "Hase und Igel" verglichen. 

Die Vertreter auf dem Podium waren: Matthias Bolte-Richter (MdL, Bündnis 90/Die Grünen); Thomas Hartmann (DGB, Region SW); Andrej Hunko (MdB, Die Linke); Dietmar Nietan (MdB, SPD); Wilfried Oellers (MdB, CDU); Dr. Peter Schimitzek (CSB Geilenkirchen); Ralf Welter (Dozent Wirtschaftswissenschaft, KAB)