Aufgrund unser Geschichte haben wir eine besondere Verantwortung, unsere heutige demokratische und freie Gesellschaft gegen Angriffe von „Rechts“ und „Links“ zu schützen.
Mit dieser Geschichte werden wir uns in Nürnberg auseinandersetzen, verschiedene prägende historische Stätten besuchen, uns mit dem Tiefpunkt der deutschen Geschichte, den Verbrechen in den deutschen KZ Lagern befassen, uns aber auch die Mechanismen, Rhetorik und gesellschaftliche Gemengelage der damaligen Zeit anschauen und mit der heutigen „Krisenzeit“ vergleichen. Zentrale Frage wird sein: Wie können wir unsere Demokratie schützen und was kann und muss jede:r Einzelne tun.
Montag, 17. April 2023
Nürnberg, die deutscheste aller Städte
Die Stadt Nürnberg, vom nationalsozialistischen Regime als Stadt der Reichsparteitage auserkoren, bietet sich als Ausgangspunkt an, um darüber nachzudenken, inwieweit die Übernahme historischer Verantwortung die heutige Demokratie schützt.
Dienstag, 18. April 2023
Nürnberg und die Reichsparteitage
Die Reichsparteitage, zu denen das nationalsozialistische Regime nach Nürnberg einlud, waren Propagandaveranstaltungen, bei denen das NS-Regime seine vermeintliche Größe und Stärke demonstrieren wollte.
Wir erkunden das eigens für die Parteitage erbaute Gelände und beschäftigen uns mit dem Thema „Politische Inszenierung damals und heute“.
Mittwoch, 19. April 2023
Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Das Konzentrationslager Flossenbürg erfüllte zeit seines Bestehens die Funktion, Zwangsarbeiter für die wirtschaftlichen Interessen der SS auszubeiten.
Wir besichtigen die KZ-Gedenkstätte und den 15 Gehminuten entfernten Steinbruch.
Abends: Diskussion zur Frage „Ewige Schuld?! – Zum Umgang mit historischer Verantwortung“.
Donnerstag, 20. April 2023
Auseinandersetzung mit der Vergangenheitsbewältigung
Ab dem 20. November 1945 wurden im Saal 600 des Nürnberger Justizpalastes Verfahren gegen hochrangige Vertreter des NS-Regimes durchgeführt.
Wir besuchen die Ausstellung „Memoriam Nürnberger Prozesse“ und diskutieren die Bedeutung der Prozesse für die junge BRD und welche Lehren daraus für den Umgang mit heutigen Kriegsverbrechern gezogen werden können.
Freitag, 21. April 2023
Historische Verantwortung zum Schutz der Demokratie heute
Zum Abschluss der Woche beschäftigen wir uns mit den Fragen:
Was ist historische Bildung heute?
Welche Erwartungen haben wir an sie?
Was kann sie leisten?
Was müsste sie leisten, um zum Schutz der Demokratie heute beizutragen?
Die Bildungsfahrt ist eine Kooperationsveranstaltung des KAB Diözesanverbandes Köln und des Bildungswerks der KAB der Diözese Aachen.
Die Fahrt wird geleitet von Annika Triller (M.A., Historikerin) und Oliver Bühl (Pädagogischer Leiter, KAB Aachen).
Die Anreise nach Nürnberg erfolgt ab Köln mit der Deutschen Bahn. Für die Fahrt nach Flossenbürg wurde ein Bus gemietet.
Als Unterkunft konnten 19 Einzel- und 6 Doppelzimmer im Hotel Petzengarten in Nürnberg reserviert werden.
Für dieses Seminar kann Bildungsurlaub nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz beantragt werden.
Gefördert aus Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung und des WbG NRW
Bei Fragen wenden Sie sich an Annika Triller:
triller@kabdvkoeln.de