Mit der Nähmaschine gegen das Virus

KAB näht Mund-Nasen-Behelfsmasken

Mund-Nasen-Behelfsmasken (c) KAB
Do 9. Apr 2020

Das Risiko verringern, andere anzustecken oder selbst zu erkranken.
!! Masken sind nur ein Notbehelf und keine Garantie vor Ansteckung!!

Mit der Nähmaschine gegen das Virus

Waltraud Fleuren von der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung der Gruppe Traar in Krefeld hat sich auch sofort gemeldet. (c) KAB

Auch die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) in der Diözese Aachen will der Ausbreitung des Corona-Virus nicht untätig zusehen. Deshalb hat Elisabeth Brack, die Projektleiterin der KAB-Ausbildungspaten, kurzfristig zu einer Näh-Aktion aufgerufen, um den aktuellen Engpass an Behelfsmasken zu lindern. Das unerwartet erfreuliche Ergebnis: Innerhalb von 14 Stunden haben sich bereits 15 Frauen gemeldet, um die Aktion als ehrenamtliche Näherinnen zu unterstützen.

 

Waltraud Fleuren von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung der Gruppe Traar in Krefeld hat sich auch sofort gemeldet.

Cornelia Bolten, Damenschneidermeisterin vom Zonta-Club Mönchengladbach II hat bereits viele Behelfsmasken genäht. (c) KAB

Cornelia Bolten, Damenschneidermeisterin vom Zonta-Club Mönchengladbach II hat bereits viele Behelfsmasken genäht.

 

Die engagierten Frauen wissen, dass ihre Masken nur ein Notbehelf und keine Garantie vor Ansteckung sind. Sie berufen sich aber auf die Bundesärztekammer. Deren Präsident hat bestätigt: Sie helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst zu erkranken.

        

Weitere Nähkundige – Männer haben sich allerdings bisher noch nicht gemeldet – sind dem spontan gebildeten bunten Team willkommen. Unterstützung kommt zum Beispiel aus dem Zonta-Club Mönchengladbach II oder der Pfarrei Maria von den Aposteln in Neuwerk und aus Freundeskreisen. Die engagierten Frauen wissen, dass ihre Masken nur ein Notbehelf und keine Garantie vor Ansteckung sind. Sie berufen sich aber auf die Bundesärztekammer. Deren Präsident hat bestätigt: Sie helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst zu erkranken. Die Freiwilligen erhalten für ihre ungewöhnliche Heimarbeit die Materialien für die Erstellung der Behelfsmasken. Die fertigen Behelfsmasken werden an Altenheime und Pflegedienste in der Region ausgegeben. Die ehrenamtlichen Frauen bitten deshalb dringend um „Material-Nachschub“: Wer kochfeste Stoffe aus 100 % Baumwolle und Gummiband (Hosengummi) zur Verfügung stellen kann, sollte sich ebenfalls unbedingt melden.

Wer mithelfen will: ElisabethBrack@outlook.de oder Mobiltelefon 0151-22317745

Anne Embser anne.embser@gmx.de oder Mobiltelefon 0151-25274224

Autor des Artikels: Helmut Michelis (Journalist)