Februar 2020

Lk 2, 22-40

Licht (c) gemeinfrei
Fr 31. Jan 2020

Jesus als Befreier und Retter

Der Bibeltext

21 Nach acht Tagen war es Zeit, das Kind zu beschneiden.

Es bekam den Namen »Jesus«. So hatte es der Engel bestimmt,

noch bevor Jesus im Mutterleib empfangen wurde.

22 Die Zeit der Reinigung von Mutter und Kind war vorbei,

so wie sie im Gesetz des Mose festgelegt ist.

Da gingen Maria und Josef mit Jesus hinauf nach Jerusalem,

um das Kind zu dem Herrn zu bringen.

23 So schreibt es das Gesetz des Herrn vor:

›Jedes erstgeborene männliche Kind gehört dem Herrn.‹

24 Zugleich brachten sie das Reinigungsopfer dar,

wie es im Gesetz des Herrn vorgeschrieben ist:

ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.

Simeon und Hanna erkennen in Jesus den Retter

25 Sieh doch: Damals lebte in Jerusalem ein Mann, der Simeon hieß.

Er hielt Gottes Gebote und vertraute ganz auf ihn.

So wartete er auf den Retter, den Gott seinem Volk Israel schickt.

Der Heilige Geist leitete ihn.

26 Und durch den Heiligen Geist hatte Gott ihn wissen lassen:

»Du wirst nicht sterben, bevor du den Christus des Herrn gesehen hast.«

27 Jetzt drängte ihn der Heilige Geist, in den Tempel zu gehen.

Gerade brachten auch die Eltern das Kind Jesus dorthin.

Sie wollten die Vorschriften erfüllen, die im Gesetz für das Kind vorgesehen sind.

28 Simeon nahm das Kind auf den Arm.

Er lobte Gott und sagte:

29 »Herr, jetzt kann dein Diener in Frieden sterben, wie du es versprochen hast.

30 Denn mit eigenen Augen habe ich gesehen: Von dir kommt die Rettung.

31 Alle Völker sollen sie sehen –

32 ein Licht, das für die Heiden leuchtet,

und deine Herrlichkeit aufscheinen lässt über deinem Volk Israel.«

33 Der Vater und die Mutter von Jesus staunten über das, was Simeon über das Kind sagte.

34 Simeon segnete sie und sagte zur Mutter Maria:

»Sieh doch: Dieses Kind ist dazu bestimmt, in Israel viele zu Fall zu bringen und viele aufzurichten.

Es wird ein Zeichen Gottes sein, dem viele sich widersetzen.

35 So soll ans Licht kommen, was viele im Innersten denken.

Und für dich, Maria, wird es sein, als ob dir ein Schwert durch die Seele fährt.«

36 Es war auch eine Prophetin im Tempel.

Sie hieß Hanna und war eine Tochter Penuëls aus dem Stamm Ascher.

Sie war schon sehr alt. Nach ihrer Hochzeit war sie sieben Jahre mit ihrem Mann verheiratet.

37 Seitdem war sie Witwe und nun vierundachtzig Jahre alt. Sie verließ den Tempel nicht mehr und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten.

38 Jetzt kam sie dazu und lobte Gott.

Dann erzählte sie allen von dem Kind, die auf die Rettung Jerusalems warteten.

Jesus und seine Eltern kehren nach Nazaret zurück

39 Josef und Maria erfüllten im Tempel alle Vorschriften, die das Gesetz des Herrn vorsieht.

Dann kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre Heimatstadt Nazaret.

40 Jesus wuchs heran und wurde ein kräftiges Kind.

Gott schenkte ihm Weisheit und seine Gnade begleitete ihn.