Aktionsaufruf: Kreuze der Arbeit - Wirken Sie mit!

Ein etwas anderer Kreuzweg

Kreuz der ARBEIT (c) gemeinfrei_pixabay_pfarrbriefservice
Datum:
Fr. 12. Feb. 2021

23. März: Beteiligen Sie sich an unserem 'alternativen' Kreuzweg in Aachen: Wir stellen Kreuze der Arbeit öffentlich auf und machen prekäre Arbeit sichtbar

Unsere Idee

Für unseren traditionellen KAB Kreuzweg der Arbeit haben wir eine Alternative entwickelt:

  • Wir bitten Menschen / Gruppen / Einrichtungen am 22./23. März in Aachen öffentlich ein „Kreuz der Arbeit“ aufzustellen. Dabei benennen die „Aufsteller:innen“ ein konkretes Thema, dass ihnen auf den Nägeln brennt - siehe den Aufruf zur Aktion "Kreuze der Arbeit"
  • Wir haben die Vorstellung, zahlreiche Kreuze in Aachen öffentlich aufzustellen, z.B. an Orten, die einen Bezug zum Thema haben. Wir gehen so, wie beim Kreuzweg der Arbeit, hinaus auf die Straßen des Lebens, an die Orte der Arbeit.
  • Wir laden Menschen / die Öffentlichkeit ein, diese Kreuze am 23. März aufzusuchen
  • Abends am 23. März findet dann online eine kleine Andacht statt. Wir laden in dieser Andacht auch ein, über die Kreuze und Themen ins Gespräch zu kommen

Wir würden uns wirklich sehr freuen, wenn Sie einen Beitrag zur Aktion leisten

Weitere Infos und Rückfragen

Andris Gulbins | andris.gulbins@kab-aachen.de | 0170 - 3206857

Der Aufruf "Kreuze der Arbeit"

„Du sollst einen notleidenden und armen Tagelöhner
unter deinen Brüdern oder unter den Fremden,
die in deinem Land innerhalb deiner Stadtbereiche
wohnen, nicht ausbeuten.“    (Dtn 24,14)

Die Pandemie hat die seit Jahrzehnten stattfindende Erosion der Arbeitswelt für uns alle sichtbar gemacht. Die Krise trifft mit Wucht auf entsicherte Arbeitsmärkte und verschärft die gesellschaftliche Spaltung. Die Debatte über systemrelevante Berufe hat z.B. die Diskrepanz zwischen gesellschaftlicher Unverzichtbarkeit und tatsächlicher Entlohnung sichtbar gemacht. Der kollektiven Dankbarkeit sind aber bisher keine Maßnahmen gefolgt.
Mit der Aktion „Kreuze der Arbeit“ wollen wir prekäre Lebenslagen von Beschäftigten öffentlich machen und uns dafür einsetzen, die Pandemie auch als Chance zum Wandel zu verstehen. Sie zeigt uns einerseits erschreckende Realitäten in der Arbeitswelt, die Perspektivlosigkeit arbeitsloser Menschen und wachsende Armut. Andererseits zeigt sie aber auch, dass immer mehr Menschen erkannt haben, dass gute Arbeit für alle Menschen weltweit <<Not wendend<< wäre.

Wir stellen fest

* Die Pandemie hat die prekäre Lebenssituation atypisch Beschäftigter und ihrer Familien deutlich sichtbar gemacht.
* Die Realität heißt: Zweit-Job, Midi-Jobs, geringfügige Beschäftigung, mit denen Millionen Arbeitnehmer:innen lebenslang an der Armutsschwelle leben müssen?.
* Die Realität heißt auch: Prekär beschäftigt und damit sozial nicht abgesichert.
* Die Pandemie lehrt uns, dass Leiharbeiter:innen, Werkvertragsarbeiter:innen und Soloselbständige eine bloße Verfügungsmasse sind und  ebenso wie in anderen Krisen zuvor, als erste ihre Arbeit verlieren.
* Deutlich macht die Krise auch die Benachteiligung von Frauen und Migrant:innen auf dem Arbeitsmarkt. Sie werden verstärkt in längst überwunden geglaubte Rollenbilder zurückgedrängt.
* In der Zeit der Pandemie ist es wichtig, Gesicht/Kreuze zu zeigen für die Menschen, die in unsere Stadt leben und durch Arbeitslosigkeit, Kinder- und Altersarmut benachteiligt sind.

Der Aufruf als Datei